Das Sozialprojekt „Petite Flamme“

 
1.       Situation
2.       Finanzierung
3.       Beginn der Initiative
4.       Schule und Ausbildung
5.       Die Einrichtungen
6.       Die Blindenschule
7.       Die Taubstummenklasse
8.       Die Sozialstation von Petite Flamme
9.       Krankenhaus „Centre de Santé“:  „Moyi Mwa Ntongo“
10.   Patenschaften
11.   Spenden
12.   Sicherheit
13.   Kontakt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Projektleitung von Petite Flamme                                                     Frau Dr. Monika-Maria Wolff                 Frau Edeltraud Strugholtz

 

Vorwort

 

Ohne Bildung gibt es keinen Frieden

Im Juni 2006 startete die Bundeswehr ihren EUFOR- Kongo-Einsatz in Kinshasa.

Die Aufgabe hieß, die ersten demokratischen Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo zu sichern. Es gehört zu einem solchen Bundeswehreinsatz, dass sich die Soldaten auch zivilen Projekten wie Schulen, Krankenhäusern u.ä. widmen, um der Bevölkerung zu helfen und Vertrauen zu gewinnen.

Im Rahmen dieser „Zivilmilitärischen Zusammenarbeit“ besuchten sie im Juli 2006 zwei „normale“ kongolesische Familien des nahe gelegenen, bitterarmen Militärlagers sowie ein Schulprojekt in N’Dolo, dem Stadtteil Kinshasas, in dem das EUFOR Camp aufgebaut war.

Schon nach dem ersten Besuch des Schulprojektes „Petite Flamme“ waren unsere deutschen Soldaten dermaßen beeindruckt, dass für sie feststand, sich persönlich besonders für diese Ärmsten der Armen engagieren zu wollen. Auch mit eigenen, privaten Mitteln. Das hervorragende Auftreten der Kinder und die Art der Führung dieses Sozialprojektes beeindruckte sie alle sehr.

Ihre ergreifenden Schilderungen und der Beginn eines Patenschaftsprojektes zogen einige Familienangehörige in Deutschland schon bald in ihren Bann. Wohl überlegend wollten aber alle erst genau wissen, was bedeutet es, bei Petite Flamme eine Patenschaft zu übernehmen. Die umfangreichen Informationen der Projektleiterinnen Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff, habe ich nach meinem Besuch in Kinshasa und bei Petite Flamme, zusammengetragen. Frau Strugholtz, Frau Dr. Wolff und wir hoffen nun, mit dieser Projektbeschreibung alle Fragen beantwortet zu haben. Bei weiteren Fragen oder Anregungen möchten wir Sie bitten, Kontakt mit uns aufzunehmen. Dazu können Sie sich gerne direkt an Frau Strugholtz in Kinshasa oder an uns wenden (siehe 13. Kontakt). Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Da wir alle Aufwendungen auf eigene Kosten, quasi als Spende für die Kinder, betreiben, bitten wir Sie vorzugsweise um e-mail oder telefonischen Kontakt.

 

 

 

 

Jule Müller + Henning Bess

 

„Eine echte Gemeinschaft beginnt in den Herzen der Menschen  Malidoma Somé


Das Sozialprojekt „Petite Flamme“

 

Die Leiterin des Projektes „Petite Flamme“ (der Name des eingetragenen Vereins ist:  AECOM ASBL „Wirtschaft in Gemeinschaft“) der Fokolarbewegung in der RD Congo ist Frau Dr. Monika-Maria Wolff.

Frau Edeltraud Strugholtz arbeitet in der Deutschen Botschaft und ist bei „Petite Flamme“ verantwortlich für alle Kontakte mit Patenfamilien in deutscher und italienischer Sprache.

Sie beide informierten ausgiebig wie folgt:

 

1. Situation

„Durch die langen Jahre des Bürgerkrieges ist die Bevölkerung in große Armut gestürzt worden. Es ist fast unmöglich, die schwierige Situation zu beschreiben, in der die Familien im Kongo Tag für Tag leben. Ihnen fehlt es einfach an allem, Nahrung, ärztlicher Betreuung, Geld für Schulgebühren.

Alle sozialen Schichten sind davon betroffen.

 

            

 

Mit der Initiative „Petite Flamme“ möchte die Fokolarbewegung im Kongo ihren Beitrag zur Lösung eines der größten Probleme des Landes geben: Ernährung, Gesundheitsvorsorge und Schulbildung.“

Wie wir meinen, Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Leben.

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2. Finanzierung

Die verantwortlichen Mitglieder der Fokolarbewegung im Kongo verdienen alle ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen selbst und leben einen ordensähnlichen Lebensstil. Petite Flamme hat ca. 100 Mitarbeiter, die jeweils ca.150 USD im Monat verdienen, ganz gleich, welche Funktion sie innehaben: Direktor oder Nachtwächter. Spenden kommen fast ausschließlich aus den Patenschaften (18 €/ Mon./ Kind).

Die Welthungerhilfe unterstützt „Petite Flamme“ periodisch mit Lebensmitteln.

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3. Beginn der Initiative

 

          

 

Frau Strugholtz  und Frau Dr. Wolff schreiben dazu:

„1995 setzte sich die Fokolarbewegung mit einer Gruppe von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern für die Betreuung von Kindern aus bitterärmsten Familien ein. In den Räumen eines ausgeplünderten, leerstehenden Schulgebäudes bot sie ihnen ein familienergänzendes Zuhause und schützte sie somit vor dem verhängnisvollen Schritt zu einem Leben auf der Straße.

Der Kardinal von Kinshasa, Frederik Etsou, kannte uns und unser Projekt sehr gut. Vor zehn Jahren war ich (Frau Dr. Wolff) bei ihm um einen Rat einzuholen. Wir hatten Angst, unsere Aktivitäten in den Gebäuden der ehemaligen italienischen Schule durchzuführen, wegen des angrenzenden Militärlagers, das eine ständige Bedrohung darstellte. Er ermutigte uns, etwas für die Kinder der Soldaten zu tun und so begann unser „Abenteuer Petite Flamme“.

Nach einer anfänglichen Gruppe von 30 Kindern sind es heute über 1200 Kinder, die durch das Sozialprojekt „Petite Flamme“ regelmäßig Hilfe erfahren. Die Kinder in N’Dolo sind überwiegend Kinder von Militärs, die bisher furchtbare Bedingungen erlebten. Viele von ihnen wurden durch den Krieg zu Halbwaisen. Nach Einmarsch von Laurent-Désiré Kabila wurden viele Mobutu-Militärs nach Kitona in Umerziehungscamps geschickt, von wo viele nicht zurückkamen. Diejenigen, die noch leben, haben kaum Kontakt zu ihren Familien. Ca. 50 Prozent der von „Petite Flamme“ betreuten Kinder leben ohne Vater.

 

In das Projekt eingegliedert ist weiterhin eine Initiative der speziellen Hilfe für Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind. Für diese Kinder, es sind inzwischen 35, werden kongolesische Familien gefunden, die sie wie ihre eigenen Kinder aufnehmen und adoptieren.“

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4. Schule und Ausbildung

Seit Beginn der Wirtschaftskrise in der DR Kongo steht das Bildungswesen vor großen Problemen. Die Quote der Analphabeten ist mit größter Wahrscheinlichkeit sehr viel höher als die offiziell geschätzten 77,3 Prozent. (Wir haben  inzwischen von über 90 Prozent gelesen. Sicher ist, dass die Anzahl der Analphabeten seit dem Ende der Kolonialzeit deutlich zugenommen hat.)

In den letzten Jahren haben zudem zahlreiche Facharbeiter und Akademiker das Land verlassen. Der Zerfall des Schulsystems in der DR Kongo hat landesweit zu katastrophalen Zuständen im Bildungswesen geführt. Die Eltern sind dazu verpflichtet, bereits bei Eintritt in die Grundschule Schulgeld zu bezahlen, können es aber aus eigener Kraft nicht aufbringen. Darüber hinaus werden sie gebeten, den Lehrer ihres Kindes zu entlohnen, der bei unregelmäßiger Zahlungsweise offiziell 20 Dollar im Monat verdient. Aufgrund dieser Situation bleibt selbst den begabtesten Kindern der Einstieg in die schulische Laufbahn verwehrt. Einige Familien schaffen es unter größten Entbehrungen dennoch, wenigstens einem oder zwei Kindern eine schulische Ausbildung zu ermöglichen. Weil in einem solchen Fall eher der Sohn zur Schule geschickt wird, um später für die Familie sorgen zu können, ist der Bildungsnotstand bei Mädchen und jungen Frauen besonders gravierend. Lehr- und Lernmöglichkeiten an den Schulen sind völlig unzureichend. Etliche Schulen sind im Verlauf des zurückliegenden Bürgerkriegs zerstört worden.

 

„Petite Flamme“ wählt für seine Niederlassungen vorzugsweise Stadtteile, in denen die Not besonders groß ist. Oft gibt es in den von „Petite Flamme“ gewählten Stadtteilen weder fließend Wasser noch Strom. So werden Kinder erreicht, die ohne diese Hilfe nie zur Schule gehen würden. Abgesehen davon, dass die Eltern das Schulgeld nicht aufbringen können, wäre der Weg zur nächsten Schule oft auch viel zu weit, um ihn täglich zu Fuß zurücklegen zu können. Viele dieser Kinder weisen Ernährungsmängel auf. Im Falle einer Krankheit kommt oft jede Hilfe zu spät.

 

Bei „Petite Flamme“ nehmen alle Kinder an einem guten Erziehungs- und Schulprogramm teil

(UNESCO-Programme). Sie erhalten jeden Tag eine proteinhaltige Mahlzeit und regelmäßige ärztliche Betreuung. Sobald die Kinder in die weiterführende Schule kommen, werden sie von „Petite Flamme“  in einem Hort betreut. Wenn ein Kind kein Zuhause mehr hat, wird es in Familien vor Ort integriert.

 

    

 

Von Anfang an haben Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff alles so aufgebaut, dass das Projekt auch ohne ihre Hilfe läuft. Ihre Mitarbeiter sind voll verantwortlich für das Projekt. Zurzeit haben aber weder Frau Dr. Wolff, noch Frau Strugholtz die Absicht das Land zu verlassen. Zudem gehören sie einer internationalen Bewegung an, durch die eine Präsenz von Europäern immer gewährleistet ist.


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5. Die Einrichtungen

Insgesamt unterhält  „Petite Flamme“:

  • 8 Einrichtungen in Kinshasa (N’Dolo, Masina, Kimbanzeke, Mokali, Mikondo, Ndjili Brasserie, Bribano, Makala)
  • 2 Einrichtungen in Kikwit,
  • 1 in Idiofa,
  • 1 in Lubumbashi            mit

o        Vorschule (Kindergarten),

o        Grundschule,

o        Sonderschule für Kinder, die bisher keinen geregelten Schulbesuch hatten

o        Blindenschule,

o        Schulklasse für taubstumme Kinder,

o        Berufsschule für Mädchen,

o        berufsausbildende Einrichtungen für Jungen.

o        für ältere Kinder ohne Schulvorbildung, die aufgrund der Armut oder gesundheitlicher Probleme spät eingeschult worden sind, gibt es spezielle Lehrer.

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6. Zur Blindenschule

 

   

 

schreibt Frau Dr. Wolff:

„Das Nationale Institut für Blinde wurde nach der großen Plünderung der Stadt geschlossen.

Daniel Dallo, Familienvater und Blindenlehrer war seitdem arbeitslos. Als wir mit den Kindern von „Petite Flamme“ begonnen haben, vor etwa 9 Jahren, ist er auf die Suche nach blinden Kindern gegangen, die vielfach von ihren Familien in den Häusern versteckt werden.

Behinderung wird oftmals von der Familie als eine Schande oder ein „Fluch“ erlebt. Und so entstand nach und nach das Projekt für blinde und sehbehinderte Kinder. Ein aufwendiges Unternehmen, da jedes Kind täglich zur Schule begleitet und abgeholt werden muss. Mehrere Kinder sind zudem mehrfach behindert oder verhaltensauffällig.

Die älteren Jungen und Mädchen haben neben der normalen Schulbildung Handwerke erlernt, Schuster, Frisöse, Häkeln usw., die es ihnen ermöglichen, mit Hilfe der Lehrer sich ein Taschengeld zu verdienen. Da alle sehr musikalisch sind, haben sie sich zu Kursen in der Musikhochschule eingeschrieben. So haben auch sie etwas womit sie „glänzen“ können.

Verantwortlich ist Daniel Dallo, in Zusammenarbeit mit der Gruppe aller Direktoren unserer Niederlassungen. Er hat in den Jahren ein sehr gutes Team von 4 Lehrer/innen geschult.“

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7. Zur Taubstummenklasse

Frau Dr. Wolff:

„Als wir die Einrichtung in Mokali einweihten, waren bei der Feier Geschwisterkinder anwesend, die taubstumm sind. Die nächstliegende Einrichtung für hörgeschädigte Kinder ist aber weit entfernt in Masina, nur erreichbar mit zwei langen Fußmärschen, Transportmittel mit zweimaligem Umsteigen, die dazu teuer sind. Insgesamt leben in dem Stadtteil 17 hörgeschädigte Kinder. Einer der Lehrer der Schule in Masina mit der Spezialausbildung hat sich bereit erklärt, jeden Nachmittag nach seinem regulären Unterricht diese Kinder zu unterrichten. Zudem erlernen alle Lehrer in „Petite Flamme Mokali“ die Gebärdensprache, was die Eingliederung der Kinder in den normalen Schulalltag erleichtert.“

 


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8. Zur Berufschulklasse der Mädchen

 

      

 

In der Klasse der Näherinnen werden alle Schuluniformen, die die Kinder tragen hergestellt!

Darüber hinaus fertigen sie wunderschöne Kinderkleidchen, die sie verkaufen. So finanzieren sie sich zum Teil selbst. Das heißt, sie verdienen sich ein „Minigehalt“, auf das sie sehr stolz sind und das ihnen Respekt und Achtung in der eigenen Familie einbringt! 

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9. „Moyi mwa ntongo” (= Morgenröte)

Weiterhin gibt es ein Krankenhaus, „Centre de Santé“,  „Moyi Mwa Ntongo:

Hier werden alle Kinder von einer Kinderärztin betreut.

Die EUFOR-Ärzte haben hunderte der Kinder gründlich und kostenlos vor Ort untersucht. Sie waren sehr zufrieden mit dem Gesundheitszustand der Kinder, die bereits länger im Projekt betreut werden, und „entsetzt“ über den Zustand der neu einzuschulenden Kinder. So waren alle Kinder, als wir sie aufnahmen.

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10. Patenschaften

Die Kinder, die durch persönliches Engagement der deutschen EUFOR-Soldaten, sowie ihren Familien und Freunden in Deutschland, an Paten vermittelt wurden, bilden zwei komplette Schulklassen! Die Kinder gehen in Kinshasa in die Einrichtung N’Dolo zur Vorschule/ Kindergarten. Inzwischen haben wir auch für Kinder aus Masina schon einige Paten gefunden. „Petite Flamme“ und natürlich die Familien der Kinder sind außerordentlich glücklich und sehr dankbar für diese Patenschaften.

 

              

 

Patenschaften vermitteln wir auch weiterhin. Sie kosten 18 € im Monat.

Das beinhaltet für das Kind: Gesundheitsversorgung, eine proteinhaltige Mahlzeit am Tag, Schulbildung sowie Schuluniform. (Dauerauftrag einrichten:

Kto. 22 25 70   BLZ. 342 500 00   Sparkasse Solingen Vermerk: Projekt Kongo und Name des Kindes)

 

Aber nicht nur Patenschaften zu einzelnen Kindern, sondern auch zwischen Schulklassen, den Schulen, der Blindenschule oder Taubstummenklasse werden ausdrücklich begrüßt!

Der kleine Kindergarten in Makala hat inzwischen eine Patenschaft mit einer Schule in Deutschland. Die Kinder eines EUFOR-Verantwortlichen gehen dort zur Schule.

Wer die Möglichkeit hat, eine solche Patenschaft anzustoßen, ist herzlich gebeten, sich zu melden (siehe 13. Kontakt).

 


Patenschaft mit einer Blindenschule

Frau Dr. Wolff:

1. Eine Patenschaft mit einer Blindenschule wäre ein großes Geschenk für unsere blinden Kinder und Jugendlichen.

2. Die Kinder erhalten den gleichen Unterricht (mit weniger Mitteln), den blinde Kinder auch in Europa erhalten: sie lernen, sich zu orientieren, Wege zu finden, größtmögliche Selbständigkeit im alltäglichen Leben zu erlangen usw.  Weiter erlernen sie die Blindenschrift und werden in allen Fächern einer Grund- und Mittelschule unterrichtet. Kinder mit guter Begabung werden in weiterführende Schulen integriert. Unsere Blindenlehrer betreuen sie auch dort, das heißt, sie übertragen ihnen den Unterrichtsstoff in Blindenschrift. Das war bis vor wenigen Monaten eine enorme Arbeit. Nun haben wir eine Schreibmaschine aus Deutschland bekommen, mit der Texte in Braille übertragen werden können.

3. An Hilfsmitteln gibt es eine kleine Grundausstattung zum Erlernen der Blindenschrift, etwas Spielzeug, und (Spezial-)Papier. Wir bekamen es vom Deutschen Katholischen Blindenwerk in Düren. Auch einige Webrahmen, Stricknadeln und Musikinstrumente haben wir in den vergangenen Jahren bekommen. Aber vor allem haben wir ausgezeichnete Lehrer und Erzieher, die mit dem Wenigen Großes bei den Kindern erreichen.

4. Die Kinder und Jugendlichen bleiben so lange bei uns wie möglich. Es gibt hier in diesem Land keine großen Chancen für einen behinderten Menschen. Die großen Mädchen fertigen - unter Anleitung - Sitzkissen für Sessel und Tischdecken an. Die großen Jungen erlernen die Schusterei. Da all das  nicht sehr attraktiv ist, fördern wir die Kinder in Musik. Sie erhalten Musik- und Instrumentalunterricht und die Jugendlichen besuchen Kurse an der Musikhochschule. Sie haben bereits eine erste CD aufgenommen.

Wer Interesse an der Musik-CD  hat, kann sich gerne bei mir, Jule Müller, melden. Zusendung erfolgt gegen eine Spende auf das Konto von Petite Flamme.

 

   

 

 

5. Wir haben verschiedentlich versucht, mit CBM (Christoffels Blindenmission) Kontakt aufzunehmen, damals ohne Erfolg, alles sollte über Kenia laufen und da gab es ein Problem. Heute ist CBM hier in Kinshasa aktiv. Wir arbeiten mit ihnen zusammen in unserem Projekt der Vorbeugung von Augenkrankheiten und Blindheit bei Kindern.

Hilfreich wäre eine zweite (oder dritte) Schreibmaschine, die Texte in Braille ausdruckt. Wir haben seit dem letzten Jahr eine dieser Schreibmaschinen, mit der der Lehrer Daniel Dallo den Unterrichtsstoff der blinden Kinder und Jugendlichen niederschreibt, die weiterführende Schulen besuchen. Mit einer weiteren Maschine könnten die Kinder selber deren Gebrauch erlernen.

 

 

                             

 


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11. Spenden

Patenpakete

Wie wir wissen, ist der Postdienst völlig hoffnungslos unzuverlässig. Die meisten Pakete kommen gar nicht an und, sollten sie wunderbarerweise  doch ankommen, werden sie nur gegen ein „Entgelt“ ausgehändigt. Frau Dr. Wolff: “Ich habe in den zehn Jahren noch nie von einem Paket gehört, dass angekommen ist.“ Es gibt aber die Möglichkeit, Sachspenden nach Belgien zu schicken. Dort steht ein Container der Fokolarbewegung bereit, der, wenn er voll ist zu den Kindern nach Kinshasa geschickt wird. Kontaktadresse bitte bei uns erfragen. Benötigt wird alles: Sportartikel, Bälle; Spiele, Puppen, Autos; Schulsachen, Buntstifte, Hefte, Malblöcke, Bleistifte, Schulranzen (auch abgelegte, aber noch in gutem Zustand), Bilderbücher; Sommerkleidung, Nähmaschinen, ausgediente Computer (-teile), Radios etc.

Es dauert zwar 2-3 Monate, aber die Sachen kommen makellos in Kinshasa an!

 

Sponsoren

Eine tolle Sache wäre es, wenn Sponsoren gefunden werden könnten, die für „Petite Flamme“ eine größere Menge z.B. Sportartikel, vor allem Bälle; Spielartikel wie Puppen, Spielautos u.a. ; Schulartikel, Buntstifte (Frau Dr. Wolff: „auch nicht mehr neue, wir spitzen sie an!“), Hefte, Malblöcke, Bleistifte und Kugelschreiber, Schulranzen (auch abgelegte, aber noch in gutem Zustand), Bilderbücher; Schuhe und Turnschuhe (auch abgelegte, aber noch in gutem Zustand), Kleidung, T-Shirts, Jeans spenden könnten.

 

Geldspenden als Sachspenden  (= zweckgebundene Spende)

Es gibt immer mal Freunde und Bekannte, die zwar keine Patenschaft übernehmen möchten, aber gerne etwas wirklich Gutes tun wollen und zu einer sinnvollen Spende bereit sind. Auch bei Vereins-, Praxis-, Firmen- oder Abteilungsveranstaltungen wäre es ganz toll, wenn Sie an eine Spende für die Kinder bei „Petite Flamme“ denken könnten.

 

Vorschläge als Beispiel für zweckgebundene Spenden:  

Dringend benötigt werden z.B. für den Schulbesuch:      

  • Schuluniform pro Kind  6 -12 Jährige:     5,20 US $
  • Schuluniform pro Kind 13-18 Jährige:      6,70 US $
  • Sandalen:                                            3-5   US $
  • Turnschuhe:                                         10    US $
  • Bücher, Stifte, Hefte usw.:                     ca.   30 US $ pro Kind pro Jahr
  • Schulgeld für die Lagerschule:               ca. 100 US $ für die124 Kinder

(Wer für Schuluniformen spendet, hilft doppelt: die Berufsbildende Klasse der Näherinnen hat so einen Auftrag und erhält etwas von dem Geld für ihren eigenen Unterhalt, die Schulkinder haben Kleidung.)

 

Oder für Projekte:

  • „Sport4peace“  Ausrüstung (Sportkleidung) für Sport-Teams im  Rahmen unserer diesjährigen Initiative, denn EUFOR hat uns den Basket- /Volleyballplatz repariert!
  • „Theater4peace“ Ausrüstung eines Puppentheaters: hat noch jemand Kasperpuppen über?

 

Einzelspenden

Immer benötigt werden u.a.:

·         Moskitonetze                           ca. 5-8 US $

  • Wasseraufbereitungsgeräte       ca. 50  US $

 

Information bezüglich der Moskitonetze:
Die Notwendigkeit, Moskitonetze zu benutzen, ist von Anfang an eines der Hauptthemen in der Gesundheitserziehung von "Petite Flamme", und ein ständig neues Thema im Kontakt mit den Eltern sowie in Seminaren für die Mitarbeiter.

Es wurden wiederholt Aktionen durchgeführt und besondere Sonderaktionen genutzt. Eine Zeit lang gab es z.B. rosa und blaue Moskitonetze im Angebot.

Davon konnten damals eine gute Menge angeschafft und weitergegeben werden. Wie bei allen Fragen der Hygiene bedarf es auch hier einer ständig neuen Bewusstseinsbildung. Jetzt, in den Weihnachtsferien 2006 hat ein 5-tägiges Seminar in "Petite Flamme" stattgefunden, an dem alle Mitarbeiter aus allen Schulen in Kinshasa teilgenommen haben.

 

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12. Sicherheit

Sie können versichert sein, dass jeder Cent, der auf das unten angegebene Konto eingezahlt wird, vollständig seiner Bestimmung zugeführt wird!

Frau Dr. Monika-Maria Wolff und Frau Strugholtz geben dazu gerne Auskunft. Benötigte Spendenquittungen können bei Jule Müller angefordert werden.

In Solingen verwalten die Verantwortlichen der Fokolarbewegung e.V. das Konto ihres eingetragenen Vereins, das auch „Petite Flamme“ benutzt.

Verantwortlich ist dort Frau Dr. Friederike Koller.

Im Kongo sind verantwortlich: Anna Boscato und Dada Diambu.

 

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:

www.fokolar-bewegung.de          (deutschsprachige Webseite)

www.focolare.org                       (italienisch, englisch, französisch, spanisch)

Kontoverbindung für Spenden und Patenschaften:

Fokolar-Bewegung e.V.

Kto.    22 25 70

Stadtsparkasse Solingen

BLZ   342 500 00

Vermerk:

für Patenschaft:                                  Projekt Kongo Patenschaft  (Name des Kindes)

für zweckgebundene Spenden:         Projekt Kongo (Angabe des Zwecks, z.B. Moskitonetze)

für Geldspende:                                  Projekt Kongo

 

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13. Kontakt

Die Mitarbeiter des Projektes verpflichten sich gegenüber den Paten, zweimal pro Jahr einen Bericht über das Projekt und persönliche Nachrichten aus dem Leben des Patenkindes zu senden.

Zudem ist jederzeit Kontakt per e-mail möglich (sofern es in Kinshasa Strom gibt):  czfcongo@ic.cd

 

Physische Adresse:                  Postadresse:

Dr. Monika-Maria Wolff              „Petite Flamme“

Edeltraud Strugholtz                  Edeltraud Strugholtz (c/o Anna Boscato)

Building St. Raphael                  Apostolische Nuntiatur Kinshasa Congo RDC

Boulevard Lumumba                  Ufficio Corrieri

Kinshasa-Limete                       000120 Vatikanstaat

 

Da Post, wie gesagt,  in den Kongo auf „normalem“ Wege nicht ankommt, benutzen Sie bitte die o.a. Postadresse, die Sie wie für Italien frankieren müssen.

Falls Sie Ihrem Patenkind schreiben wollen, achten Sie bitte darauf, dass nur Ihr Name, nicht Ihre Adresse in oder auf den Briefen an die Patenkinder erscheint. Es ist sonst nicht auszuschließen, dass sich die Familien der Kinder, in ihrer großen Not, auf den Weg machen und plötzlich hier bei Ihnen vor der Tür stehen!

Bei allen Fragen können Sie sich auch an uns wenden. Wir stehen mit Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff im stetigen Kontakt:  

 

Julie Müller und Henning Bess in Ulm

Tel. 0731-389 00 983    e-mail: Petite-Flamme@web.de

 

Außerdem über die deutsche Webseite www.petite-flamme.de oder

per e-mail: info@petite-flamme.de

Für den Obermoselraum und Luxemburg: Balu@petite-flamme.de

 

 

Vor Reisen nach Kinshasa muss gewarnt werden (www.auswaertiges-amt.de) Wer keine Kenntnisse und vor allem keine Begleiter/ Bezugspersonen in Kinshasa hat, ist außerordentlich gefährdet. Die RD Kongo ist kein Urlaubs-/ Reiseland.

Hier noch eine sehr interessante Internetseite für Kongo-Informationen:   www.kongo-kinshasa.de oder mal bei google PETITE FLAMME KINSHASA eingeben.

 

Bücher, die wir bisher gelesen haben und in dieser Reihenfolge empfehlen können:

1.       Wegweiser der Geschichte Demokratische Republik Kongo

2.       Ach, Afrika  Berichte aus dem Inneren eines Kontinentes  Bartholomäus Grill

3.       Der alltägliche Ausnahmezustand  Kongo im Chaos  Albrecht Heise

4.       Der weiße Fleck  Die Entdeckung des Kongo 1875-1908 Ehrsam, Horlacher, Puhan

5.       Herz der Finsternis Joseph Conrad

 

 

      

 

„Kennt man die Bäume nicht, behandelt man sie alle wie Feuerholz.“ aus Uganda

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