Das
Sozialprojekt „Petite Flamme“



Projektleitung
von Petite Flamme Frau Dr. Monika-Maria Wolff
Frau Edeltraud Strugholtz
Vorwort
Ohne Bildung gibt es keinen
Frieden
Im Juni 2006 startete die
Bundeswehr ihren EUFOR- Kongo-Einsatz in Kinshasa.
Die Aufgabe hieß, die ersten
demokratischen Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo zu sichern. Es
gehört zu einem solchen Bundeswehreinsatz, dass sich die Soldaten auch zivilen
Projekten wie Schulen, Krankenhäusern u.ä. widmen, um der Bevölkerung zu helfen
und Vertrauen zu gewinnen.
Im Rahmen dieser „Zivilmilitärischen
Zusammenarbeit“ besuchten sie im Juli 2006 zwei „normale“ kongolesische Familien
des nahe gelegenen, bitterarmen Militärlagers sowie ein Schulprojekt in N’Dolo,
dem Stadtteil Kinshasas, in dem das EUFOR Camp aufgebaut war.
Schon nach dem ersten Besuch
des Schulprojektes „Petite Flamme“ waren unsere deutschen Soldaten dermaßen
beeindruckt, dass für sie feststand, sich persönlich besonders für diese Ärmsten
der Armen engagieren zu wollen. Auch mit eigenen, privaten Mitteln. Das hervorragende
Auftreten der Kinder und die Art der Führung dieses Sozialprojektes beeindruckte
sie alle sehr.
Ihre ergreifenden Schilderungen und der Beginn eines
Patenschaftsprojektes zogen einige Familienangehörige in Deutschland schon bald
in ihren Bann. Wohl überlegend wollten aber alle erst genau wissen, was bedeutet es, bei Petite Flamme eine
Patenschaft zu übernehmen. Die umfangreichen Informationen der
Projektleiterinnen Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff, habe ich nach meinem
Besuch in Kinshasa und bei Petite Flamme, zusammengetragen. Frau Strugholtz,
Frau Dr. Wolff und wir hoffen nun, mit dieser Projektbeschreibung alle Fragen
beantwortet zu haben. Bei weiteren Fragen oder Anregungen möchten wir Sie
bitten, Kontakt mit uns aufzunehmen. Dazu können Sie sich gerne direkt an Frau
Strugholtz in Kinshasa oder an uns wenden (siehe 13. Kontakt). Wir stehen Ihnen
gerne zur Verfügung. Da wir alle Aufwendungen auf eigene Kosten, quasi als
Spende für die Kinder, betreiben, bitten wir Sie vorzugsweise um e-mail oder
telefonischen Kontakt.
Jule Müller + Henning Bess
„Eine echte Gemeinschaft
beginnt in den Herzen der Menschen“ Malidoma Somé
Die Leiterin des Projektes
„Petite Flamme“ (der Name des eingetragenen Vereins ist: AECOM ASBL „Wirtschaft in Gemeinschaft“) der
Fokolarbewegung in der RD Congo ist Frau Dr. Monika-Maria Wolff.
Frau Edeltraud Strugholtz
arbeitet in der Deutschen Botschaft und ist bei „Petite Flamme“ verantwortlich
für alle Kontakte mit Patenfamilien in deutscher und italienischer Sprache.
Sie beide informierten
ausgiebig wie folgt:
„Durch die langen Jahre des
Bürgerkrieges ist die Bevölkerung in große Armut gestürzt worden. Es ist fast
unmöglich, die schwierige Situation zu beschreiben, in der die Familien im
Kongo Tag für Tag leben. Ihnen fehlt es einfach an allem, Nahrung, ärztlicher
Betreuung, Geld für Schulgebühren.
Alle sozialen Schichten sind
davon betroffen.

Mit der Initiative „Petite
Flamme“ möchte die Fokolarbewegung im Kongo ihren Beitrag zur Lösung eines der
größten Probleme des Landes geben: Ernährung, Gesundheitsvorsorge und
Schulbildung.“
Wie wir meinen,
Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Leben.
Die verantwortlichen
Mitglieder der Fokolarbewegung im Kongo verdienen alle ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen selbst und leben einen ordensähnlichen Lebensstil.
Petite Flamme hat ca. 100 Mitarbeiter, die jeweils ca.150 USD im Monat
verdienen, ganz gleich, welche Funktion
sie innehaben: Direktor oder Nachtwächter. Spenden kommen fast ausschließlich aus den Patenschaften (18 €/
Mon./ Kind).
Die Welthungerhilfe
unterstützt „Petite Flamme“ periodisch mit Lebensmitteln.

Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff schreiben dazu:
„1995 setzte sich die
Fokolarbewegung mit einer Gruppe von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern
für die Betreuung von Kindern aus bitterärmsten Familien ein. In den Räumen
eines ausgeplünderten, leerstehenden Schulgebäudes bot sie ihnen ein
familienergänzendes Zuhause und schützte sie somit vor dem verhängnisvollen
Schritt zu einem Leben auf der Straße.
Der
Kardinal von Kinshasa, Frederik Etsou, kannte uns und unser Projekt sehr gut.
Vor zehn Jahren war ich (Frau Dr. Wolff) bei ihm um einen Rat
einzuholen. Wir hatten Angst, unsere Aktivitäten in den Gebäuden der ehemaligen
italienischen Schule durchzuführen, wegen des angrenzenden Militärlagers, das
eine ständige Bedrohung darstellte. Er ermutigte uns, etwas für die Kinder der
Soldaten zu tun und so begann unser „Abenteuer Petite Flamme“.
Nach einer anfänglichen
Gruppe von 30 Kindern sind es heute über 1200 Kinder, die durch das Sozialprojekt
„Petite Flamme“ regelmäßig Hilfe erfahren. Die Kinder in N’Dolo sind
überwiegend Kinder von Militärs, die bisher furchtbare Bedingungen erlebten.
Viele von ihnen wurden durch den Krieg zu Halbwaisen. Nach Einmarsch von
Laurent-Désiré Kabila wurden viele Mobutu-Militärs nach Kitona in Umerziehungscamps
geschickt, von wo viele nicht zurückkamen. Diejenigen, die noch leben, haben kaum Kontakt zu ihren Familien. Ca.
50 Prozent der von „Petite Flamme“ betreuten Kinder leben ohne Vater.
In das Projekt eingegliedert
ist weiterhin eine Initiative der speziellen Hilfe für Waisenkinder, deren Eltern
an Aids gestorben sind. Für diese Kinder, es sind inzwischen 35, werden kongolesische
Familien gefunden, die sie wie ihre eigenen Kinder aufnehmen und adoptieren.“
Seit Beginn der
Wirtschaftskrise in der DR Kongo steht das Bildungswesen vor großen Problemen.
Die Quote der Analphabeten ist mit größter Wahrscheinlichkeit sehr viel höher
als die offiziell geschätzten 77,3 Prozent. (Wir haben inzwischen von über 90 Prozent gelesen. Sicher
ist, dass die Anzahl der Analphabeten seit dem Ende der Kolonialzeit deutlich
zugenommen hat.)
In den letzten Jahren haben
zudem zahlreiche Facharbeiter und Akademiker das Land verlassen. Der Zerfall
des Schulsystems in der DR Kongo hat landesweit zu katastrophalen Zuständen im Bildungswesen geführt. Die
Eltern sind dazu verpflichtet, bereits bei Eintritt in die Grundschule Schulgeld
zu bezahlen, können es aber aus eigener Kraft nicht aufbringen. Darüber hinaus
werden sie gebeten, den Lehrer ihres Kindes zu entlohnen, der bei
unregelmäßiger Zahlungsweise offiziell 20 Dollar im Monat verdient. Aufgrund
dieser Situation bleibt selbst den begabtesten Kindern der Einstieg in die
schulische Laufbahn verwehrt. Einige Familien schaffen es unter größten
Entbehrungen dennoch, wenigstens einem oder zwei Kindern eine schulische
Ausbildung zu ermöglichen. Weil in einem solchen Fall eher der Sohn zur Schule
geschickt wird, um später für die Familie sorgen zu können, ist der
Bildungsnotstand bei Mädchen und jungen Frauen besonders gravierend. Lehr- und
Lernmöglichkeiten an den Schulen sind völlig unzureichend. Etliche Schulen sind
im Verlauf des zurückliegenden Bürgerkriegs zerstört worden.
„Petite Flamme“ wählt für
seine Niederlassungen vorzugsweise Stadtteile, in denen die Not besonders groß
ist. Oft gibt es in den von „Petite Flamme“ gewählten Stadtteilen weder fließend
Wasser noch Strom. So werden Kinder erreicht, die ohne diese Hilfe nie zur
Schule gehen würden. Abgesehen davon, dass die Eltern das Schulgeld nicht aufbringen
können, wäre der Weg zur nächsten Schule oft auch viel zu weit, um ihn täglich
zu Fuß zurücklegen zu können. Viele dieser Kinder weisen Ernährungsmängel auf.
Im Falle einer Krankheit kommt oft jede Hilfe zu spät.
Bei „Petite Flamme“ nehmen
alle Kinder an einem guten Erziehungs- und Schulprogramm teil
(UNESCO-Programme). Sie
erhalten jeden Tag eine proteinhaltige Mahlzeit und regelmäßige ärztliche
Betreuung. Sobald die Kinder in die weiterführende Schule kommen, werden sie
von „Petite Flamme“ in einem Hort
betreut. Wenn ein Kind kein Zuhause mehr hat, wird es in Familien vor Ort
integriert.
Von Anfang an haben Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff alles so aufgebaut, dass das Projekt auch ohne ihre Hilfe läuft. Ihre Mitarbeiter sind voll verantwortlich für das Projekt. Zurzeit haben aber weder Frau Dr. Wolff, noch Frau Strugholtz die Absicht das Land zu verlassen. Zudem gehören sie einer internationalen Bewegung an, durch die eine Präsenz von Europäern immer gewährleistet ist.
Insgesamt unterhält „Petite Flamme“:
o
Vorschule
(Kindergarten),
o
Grundschule,
o
Sonderschule für
Kinder, die bisher keinen geregelten Schulbesuch hatten
o
Blindenschule,
o
Schulklasse für
taubstumme Kinder,
o
Berufsschule für
Mädchen,
o
berufsausbildende
Einrichtungen für Jungen.
o
für ältere Kinder
ohne Schulvorbildung, die aufgrund der Armut oder gesundheitlicher Probleme
spät eingeschult worden sind, gibt es spezielle Lehrer.
6. Zur Blindenschule

schreibt Frau Dr. Wolff:
„Das
Nationale Institut für Blinde wurde nach der großen Plünderung der Stadt geschlossen.
Daniel
Dallo, Familienvater und Blindenlehrer war seitdem arbeitslos. Als wir mit den
Kindern von „Petite Flamme“ begonnen haben, vor etwa 9 Jahren, ist er auf die
Suche nach blinden Kindern gegangen, die vielfach von ihren Familien in den
Häusern versteckt werden.
Behinderung
wird oftmals von der Familie als eine Schande oder ein „Fluch“ erlebt. Und so
entstand nach und nach das Projekt für blinde und sehbehinderte Kinder. Ein
aufwendiges Unternehmen, da jedes Kind täglich zur Schule begleitet und
abgeholt werden muss. Mehrere Kinder sind zudem mehrfach behindert oder
verhaltensauffällig.
Die
älteren Jungen und Mädchen haben neben der normalen Schulbildung Handwerke
erlernt, Schuster, Frisöse, Häkeln usw., die es ihnen ermöglichen, mit Hilfe
der Lehrer sich ein Taschengeld zu verdienen. Da alle sehr musikalisch sind,
haben sie sich zu Kursen in der Musikhochschule eingeschrieben. So haben auch
sie etwas womit sie „glänzen“ können.
Verantwortlich
ist Daniel Dallo, in Zusammenarbeit mit der Gruppe aller Direktoren unserer
Niederlassungen. Er hat in den Jahren ein sehr gutes Team von 4 Lehrer/innen
geschult.“
Frau
Dr. Wolff:
„Als wir die Einrichtung in Mokali einweihten,
waren bei der Feier Geschwisterkinder anwesend, die taubstumm sind. Die nächstliegende
Einrichtung für hörgeschädigte Kinder ist aber weit entfernt in Masina, nur
erreichbar mit zwei langen Fußmärschen, Transportmittel mit zweimaligem
Umsteigen, die dazu teuer sind. Insgesamt leben in dem Stadtteil 17
hörgeschädigte Kinder. Einer der Lehrer der Schule in Masina mit der
Spezialausbildung hat sich bereit erklärt, jeden Nachmittag nach seinem
regulären Unterricht diese Kinder zu unterrichten. Zudem erlernen alle Lehrer
in „Petite Flamme Mokali“ die Gebärdensprache, was die Eingliederung der Kinder
in den normalen Schulalltag erleichtert.“

In
der Klasse der Näherinnen werden alle Schuluniformen, die die Kinder tragen hergestellt!
Darüber
hinaus fertigen sie wunderschöne Kinderkleidchen, die sie verkaufen. So
finanzieren sie sich zum Teil selbst. Das heißt, sie verdienen sich ein
„Minigehalt“, auf das sie sehr stolz sind und das ihnen Respekt und Achtung in
der eigenen Familie einbringt!
9. „Moyi mwa ntongo” (= Morgenröte)
Weiterhin gibt es ein
Krankenhaus, „Centre de Santé“, „Moyi
Mwa Ntongo:
Hier werden alle Kinder von
einer Kinderärztin betreut.
Die EUFOR-Ärzte haben hunderte
der Kinder gründlich und kostenlos vor Ort untersucht. Sie waren sehr zufrieden
mit dem Gesundheitszustand der Kinder, die bereits länger im Projekt betreut
werden, und „entsetzt“ über den Zustand der neu einzuschulenden Kinder. So
waren alle Kinder, als wir sie aufnahmen.
Die Kinder, die durch persönliches
Engagement der deutschen EUFOR-Soldaten, sowie ihren Familien und Freunden in
Deutschland, an Paten vermittelt wurden, bilden zwei komplette Schulklassen! Die
Kinder gehen in Kinshasa in die Einrichtung N’Dolo zur Vorschule/ Kindergarten.
Inzwischen haben wir auch für Kinder aus Masina schon einige Paten gefunden. „Petite
Flamme“ und natürlich die Familien der Kinder sind außerordentlich glücklich
und sehr dankbar für diese Patenschaften.
Patenschaften vermitteln wir auch weiterhin. Sie kosten 18 € im Monat.
Das beinhaltet für das Kind: Gesundheitsversorgung, eine proteinhaltige
Mahlzeit am Tag, Schulbildung sowie Schuluniform. (Dauerauftrag einrichten:
Kto. 22 25 70 BLZ. 342 500 00 Sparkasse
Solingen Vermerk: Projekt Kongo und Name des Kindes)
Aber nicht nur Patenschaften
zu einzelnen Kindern, sondern auch zwischen Schulklassen, den Schulen, der
Blindenschule oder Taubstummenklasse werden ausdrücklich begrüßt!
Der kleine Kindergarten in Makala hat inzwischen eine
Patenschaft mit einer Schule in Deutschland. Die Kinder eines
EUFOR-Verantwortlichen gehen dort zur Schule.
Wer die Möglichkeit
hat, eine solche Patenschaft anzustoßen, ist herzlich gebeten, sich zu melden
(siehe 13. Kontakt).
Patenschaft mit einer
Blindenschule
Frau Dr. Wolff:
1. Eine Patenschaft mit
einer Blindenschule wäre ein großes Geschenk für unsere blinden Kinder und
Jugendlichen.
2. Die Kinder erhalten den
gleichen Unterricht (mit weniger Mitteln), den blinde Kinder auch in Europa erhalten:
sie lernen, sich zu orientieren, Wege zu finden, größtmögliche Selbständigkeit
im alltäglichen Leben zu erlangen usw.
Weiter erlernen sie die Blindenschrift und werden in allen Fächern einer
Grund- und Mittelschule unterrichtet. Kinder mit guter Begabung werden in
weiterführende Schulen integriert. Unsere Blindenlehrer betreuen sie auch dort,
das heißt, sie übertragen ihnen den Unterrichtsstoff in Blindenschrift. Das war
bis vor wenigen Monaten eine enorme Arbeit. Nun haben wir eine Schreibmaschine
aus Deutschland bekommen, mit der Texte in Braille übertragen werden können.
3. An Hilfsmitteln gibt es
eine kleine Grundausstattung zum Erlernen der Blindenschrift, etwas Spielzeug,
und (Spezial-)Papier. Wir bekamen es vom Deutschen Katholischen Blindenwerk in
Düren. Auch einige Webrahmen, Stricknadeln und Musikinstrumente haben wir in
den vergangenen Jahren bekommen. Aber vor allem haben wir ausgezeichnete Lehrer
und Erzieher, die mit dem Wenigen Großes bei den Kindern erreichen.
4. Die Kinder und
Jugendlichen bleiben so lange bei uns wie möglich. Es gibt hier in diesem Land
keine großen Chancen für einen behinderten Menschen. Die großen Mädchen
fertigen - unter Anleitung - Sitzkissen für Sessel und Tischdecken an. Die großen
Jungen erlernen die Schusterei. Da all das
nicht sehr attraktiv ist, fördern wir die Kinder in Musik. Sie erhalten
Musik- und Instrumentalunterricht und die Jugendlichen besuchen Kurse an der
Musikhochschule. Sie haben bereits eine erste CD aufgenommen.
Wer Interesse an der
Musik-CD hat, kann sich gerne bei mir, Jule
Müller, melden. Zusendung erfolgt gegen eine Spende auf das Konto von Petite
Flamme.

5. Wir haben verschiedentlich
versucht, mit CBM (Christoffels Blindenmission) Kontakt aufzunehmen, damals
ohne Erfolg, alles sollte über Kenia laufen und da gab es ein Problem. Heute
ist CBM hier in Kinshasa aktiv. Wir arbeiten mit ihnen zusammen in unserem
Projekt der Vorbeugung von Augenkrankheiten und Blindheit bei Kindern.
Hilfreich wäre eine zweite (oder dritte) Schreibmaschine, die Texte
in Braille ausdruckt. Wir haben seit dem letzten Jahr eine dieser
Schreibmaschinen, mit der der Lehrer Daniel Dallo den Unterrichtsstoff der
blinden Kinder und Jugendlichen niederschreibt, die weiterführende Schulen
besuchen. Mit einer weiteren Maschine könnten die Kinder selber deren Gebrauch
erlernen.
11. Spenden
Patenpakete
Wie wir wissen, ist der
Postdienst völlig hoffnungslos unzuverlässig. Die meisten Pakete kommen gar
nicht an und, sollten sie wunderbarerweise
doch ankommen, werden sie nur gegen ein „Entgelt“ ausgehändigt. Frau Dr.
Wolff: “Ich habe in den zehn Jahren noch nie von einem Paket gehört, dass angekommen
ist.“ Es gibt aber die Möglichkeit, Sachspenden nach Belgien zu schicken. Dort steht ein Container der Fokolarbewegung
bereit, der, wenn er voll ist zu den Kindern nach Kinshasa geschickt wird. Kontaktadresse bitte bei uns erfragen. Benötigt
wird alles: Sportartikel, Bälle; Spiele, Puppen, Autos; Schulsachen, Buntstifte, Hefte, Malblöcke, Bleistifte,
Schulranzen (auch abgelegte, aber noch in gutem Zustand), Bilderbücher;
Sommerkleidung, Nähmaschinen, ausgediente Computer (-teile), Radios etc.
Es
dauert zwar 2-3 Monate, aber die Sachen kommen makellos in Kinshasa an!
Eine tolle Sache wäre es,
wenn Sponsoren gefunden werden könnten, die für „Petite Flamme“ eine größere Menge
z.B. Sportartikel, vor allem Bälle; Spielartikel wie Puppen, Spielautos u.a. ; Schulartikel, Buntstifte (Frau Dr. Wolff: „auch nicht mehr neue, wir spitzen sie
an!“), Hefte, Malblöcke, Bleistifte und Kugelschreiber, Schulranzen (auch
abgelegte, aber noch in gutem Zustand), Bilderbücher; Schuhe und Turnschuhe
(auch abgelegte, aber noch in gutem Zustand), Kleidung, T-Shirts, Jeans spenden
könnten.
Geldspenden
als Sachspenden (= zweckgebundene Spende)
Es gibt immer mal Freunde und
Bekannte, die zwar keine Patenschaft übernehmen möchten, aber gerne etwas
wirklich Gutes tun wollen und zu einer sinnvollen Spende bereit sind. Auch bei
Vereins-, Praxis-, Firmen- oder Abteilungsveranstaltungen wäre es ganz toll,
wenn Sie an eine Spende für die Kinder bei „Petite Flamme“ denken könnten.
Vorschläge als Beispiel für zweckgebundene Spenden:
Dringend benötigt werden z.B.
für den Schulbesuch:
(Wer für Schuluniformen
spendet, hilft doppelt: die Berufsbildende Klasse der Näherinnen hat so einen
Auftrag und erhält etwas von dem Geld für ihren eigenen Unterhalt, die Schulkinder
haben Kleidung.)
Oder für Projekte:
Immer benötigt werden u.a.:
·
Moskitonetze ca.
5-8
Information
bezüglich der Moskitonetze:
Die Notwendigkeit, Moskitonetze zu benutzen, ist von Anfang an eines der
Hauptthemen in der Gesundheitserziehung von "Petite Flamme", und ein
ständig neues Thema im Kontakt mit den Eltern sowie in Seminaren für die
Mitarbeiter.
Es
wurden wiederholt Aktionen durchgeführt und besondere Sonderaktionen genutzt.
Eine Zeit lang gab es z.B. rosa und blaue Moskitonetze im Angebot.
Davon
konnten damals eine gute Menge angeschafft und weitergegeben werden. Wie bei allen
Fragen der Hygiene bedarf es auch hier einer ständig neuen Bewusstseinsbildung.
Jetzt, in den Weihnachtsferien 2006 hat ein 5-tägiges Seminar in "Petite
Flamme" stattgefunden, an dem alle Mitarbeiter aus allen Schulen in
Kinshasa teilgenommen haben.
Sie können versichert sein, dass jeder Cent, der auf das
unten angegebene Konto eingezahlt wird, vollständig seiner Bestimmung zugeführt
wird!
Frau Dr. Monika-Maria Wolff und Frau Strugholtz geben dazu
gerne Auskunft. Benötigte Spendenquittungen können bei Jule Müller angefordert
werden.
In Solingen verwalten die
Verantwortlichen der Fokolarbewegung e.V. das Konto ihres eingetragenen
Vereins, das auch „Petite Flamme“ benutzt.
Verantwortlich ist dort Frau Dr.
Friederike Koller.
Im Kongo sind verantwortlich: Anna
Boscato und Dada Diambu.
Weitere Informationen finden Sie im
Internet unter:
www.fokolar-bewegung.de (deutschsprachige Webseite)
www.focolare.org (italienisch, englisch,
französisch, spanisch)
Kontoverbindung für
Spenden und Patenschaften:
Fokolar-Bewegung e.V.
Kto. 22 25 70
Stadtsparkasse Solingen
BLZ 342 500 00
Vermerk:
für Patenschaft: Projekt
Kongo Patenschaft (Name des Kindes)
für zweckgebundene Spenden: Projekt
Kongo (Angabe des Zwecks, z.B. Moskitonetze)
für Geldspende: Projekt
Kongo
13. Kontakt
Die Mitarbeiter des Projektes verpflichten sich gegenüber den
Paten, zweimal pro Jahr einen Bericht über das Projekt und persönliche
Nachrichten aus dem Leben des Patenkindes zu senden.
Zudem ist jederzeit Kontakt per e-mail möglich (sofern es in
Kinshasa Strom gibt): czfcongo@ic.cd
Physische
Adresse: Postadresse:
Dr. Monika-Maria Wolff „Petite
Flamme“
Edeltraud Strugholtz Edeltraud
Strugholtz (c/o Anna Boscato)
Building St.
Raphael Apostolische
Nuntiatur
Boulevard Lumumba Ufficio Corrieri
Kinshasa-Limete 000120
Vatikanstaat
Da Post, wie gesagt,
in den Kongo auf „normalem“ Wege nicht ankommt, benutzen Sie bitte die
o.a. Postadresse, die Sie wie für Italien frankieren müssen.
Falls Sie Ihrem Patenkind schreiben wollen, achten Sie bitte darauf, dass nur Ihr Name, nicht Ihre Adresse in oder auf den Briefen an die Patenkinder erscheint. Es ist sonst nicht auszuschließen, dass sich die Familien der Kinder, in ihrer großen Not, auf den Weg machen und plötzlich hier bei Ihnen vor der Tür stehen!
Bei allen Fragen können Sie sich auch an uns wenden. Wir stehen mit Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff im stetigen Kontakt:
Julie
Müller und Henning Bess in Ulm
Tel. 0731-389 00 983 e-mail: Petite-Flamme@web.de
Außerdem über die deutsche Webseite www.petite-flamme.de
oder
per e-mail: info@petite-flamme.de
Für den Obermoselraum und Luxemburg: Balu@petite-flamme.de
Vor Reisen nach Kinshasa
muss gewarnt werden (www.auswaertiges-amt.de) Wer keine Kenntnisse und vor allem keine Begleiter/
Bezugspersonen in Kinshasa hat, ist außerordentlich gefährdet. Die RD Kongo ist
kein Urlaubs-/ Reiseland.
Hier noch eine sehr interessante
Internetseite für Kongo-Informationen: www.kongo-kinshasa.de oder
mal bei google PETITE FLAMME KINSHASA eingeben.
Bücher, die wir bisher gelesen haben und in dieser
Reihenfolge empfehlen können:
1.
Wegweiser der Geschichte Demokratische Republik Kongo
2.
Ach, Afrika Berichte
aus dem Inneren eines Kontinentes
Bartholomäus Grill
3.
Der alltägliche Ausnahmezustand Kongo im Chaos
Albrecht Heise
4.
Der weiße Fleck
Die Entdeckung des Kongo 1875-1908 Ehrsam, Horlacher, Puhan
5.
Herz der Finsternis Joseph Conrad
„Kennt man die Bäume nicht, behandelt man sie
alle wie Feuerholz.“ aus Uganda