Das Sozialprojekt „Petite Flamme“
ist ein Projekt der Fokolar-Bewegung. Wir, als deutsche Paten, verstehen uns als "verlängerter Arm" von Petite Flamme RD Congo. Jule Müller und Henning Bess unterstützen von Deutschland aus Edeltraud Strugholtz, eine der Projektverantwortlichen von Petite Flamme in Kinshasa.
1. Situation
2. Finanzierung
3. Beginn der Initiative
4. Schule und Ausbildung
5. Die Einrichtungen
6. Die Blindenschule
7. Die Taubstummenklasse
8. Die Sozialstation von Petite Flamme
9. Krankenhaus „Centre de Santé“: „Moyi Mwa Ntongo“
10. Patenschaften
11. Spenden
12. Sicherheit
13. Kontakt
Vorwort
Ohne Bildung gibt es keinen Frieden
2006 beteiligte sich die Bundeswehr an der EU-Operation "EUFOR RD CONGO".
Die Europäischen Streitkräfte hatten die Aufgabe, gemeinsam mit den UN-Truppen die ersten demokratischen Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo zu sichern. Es gehört zu einem solchen Bundeswehreinsatz, dass sich die Soldaten auch zivilen Projekten wie Schulen, Krankenhäusern u.ä. widmen, um der Bevölkerung zu helfen und Vertrauen zu gewinnen.
Im Rahmen dieser „Zivilmilitärischen Zusammenarbeit“ besuchten sie im Juli 2006 zwei „normale“ kongolesische Familien des nahe gelegenen, bitterarmen Militärlagers sowie ein Schulprojekt in N’Dolo, dem Stadtteil Kinshasas, in dem das EUFOR Camp aufgebaut war.
Schon nach dem ersten Besuch des Schulprojektes „Petite Flamme“ waren unsere deutschen Soldaten dermaßen beeindruckt, dass für sie feststand, sich persönlich besonders für diese ärmsten der Armen engagieren zu wollen. Auch mit eigenen, privaten Mitteln. Das hervorragende Auftreten der Kinder und die Art der Führung dieses Sozialprojektes beeindruckten sie alle sehr.
Ihre ergreifenden Schilderungen und der Beginn eines Patenschaftsprojektes zogen einige Familienangehörige in Deutschland schon bald in ihren Bann. Wohl überlegend wollten aber alle erst genau wissen, was bedeutet es, bei Petite Flamme eine Patenschaft zu übernehmen. Die umfangreichen Informationen der Projektleiterinnen Frau Strugholtz und Frau Dr. Wolff, habe ich nach meinem Besuch in Kinshasa und bei Petite Flamme, zusammengetragen in einer Projektbeschreibung. Frau Strugholtz, Frau Dr. Wolff und wir hofften, mit dieser alle Fragen beantwortet zu haben. Inzwischen haben wir einen Flyer entwickelt, um die wichtigsten Grundlagen darzustellen. Bei weiteren Fragen oder Anregungen möchten wir Sie bitten, Kontakt mit uns aufzunehmen. Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Da wir alle Aufwendungen auf eigene Kosten, quasi als Spende für die Kinder, betreiben, bitten wir Sie vorzugsweise um e-mail oder telefonischen Kontakt.
„Eine echte Gemeinschaft beginnt in den Herzen der Menschen“ Malidoma Somé
Das Sozialprojekt „Petite Flamme“
Die Leiterin des Projektes „Petite Flamme“ (der Name des eingetragenen Vereins ist: AECOM ASBL „Wirtschaft in Gemeinschaft“) der Fokolarbewegung in der RD Congo ist seit August 2010 Frau Anz Plancke.
Frau Edeltraud Strugholtz arbeitet in der Deutschen Botschaft und ist bei „Petite Flamme“ verantwortlich für alle Kontakte mit Patenfamilien in deutscher und italienischer Sprache.
Sie beide informierten ausgiebig wie folgt:
1. Situation
„Durch die langen Jahre des Bürgerkrieges ist die Bevölkerung in große Armut gestürzt worden. Es ist fast unmöglich, die schwierige Situation zu beschreiben, in der die Familien im Kongo Tag für Tag leben. Ihnen fehlt es einfach an allem, Nahrung, ärztlicher Betreuung, Geld für Schulgebühren.
Alle sozialen Schichten sind davon betroffen.
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2. Finanzierung
Die verantwortlichen Mitglieder der Fokolarbewegung im Kongo verdienen alle ihren Lebensunterhalt in anderen Berufen selbst und leben einen ordensähnlichen Lebensstil. Petite Flamme hat ca. 100 Mitarbeiter, die jeweils ca.150 USD im Monat verdienen, ganz gleich, welche Funktion sie innehaben: Direktor oder Nachtwächter. Spenden kommen fast ausschließlich aus den Patenschaften (20 €/ Mon./ Kind).
Die Welthungerhilfe unterstützt „Petite Flamme“ periodisch mit Lebensmitteln.
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3. Beginn der Initiative
Die Leiterin des Projektes „Petite Flamme“ ist Frau Anz Plancke. Frau Edeltraud Strugholtz ist verantwortlich für Kontakte mit Patenfamilien in deutscher und italienischer Sprache.
1995 setzte sich die Fokolarbewegung mit einer Gruppe von engagierten und qualifizierten Mitarbeitern für die Betreuung von Kindern aus bitterärmsten Familien ein. In den Räumen eines ausgeplünderten, leerstehenden Schulgebäudes bot sie ihnen ein familienergänzendes Zuhause und schützte sie somit vor dem verhängnisvollen Schritt zu einem Leben auf der Straße.
Nach einer Gruppe von anfangs 30 Kindern sind es heute über 2200 Kinder aus bitterärmsten Familien, die durch das Sozialprojekt „Petite Flamme“ regelmäßig Hilfe erfahren. Die Kinder in N’Dolo sind überwiegend Kinder von Militärs, die bisher furchtbaren Bedingungen ausgesetzt sind.
Viele von ihnen wurden durch den Krieg zu Halbwaisen. Viele der Soldatenväter wurden in Umerziehungscamps geschickt, aus denen sie nicht zurückkamen. Diejenigen, die noch leben, haben kaum Kontakt zu ihren Familien. Etwa 50 % der von „Petite Flamme“ betreuten Kinder leben ohne Vater.
In das Projekt eingegliedert ist weiterhin eine Initiative der speziellen Hilfe für Waisenkinder, deren Eltern an Aids gestorben sind. Für diese Kinder werden kongolesische Familien gefunden, die sie wie ihre eigenen Kinder aufnehmen und adoptieren.
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4. Schule und Ausbildung
Die Quote der Analphabeten ist sehr viel höher als die offiziell geschätzten 77,3 Prozent. Der Zerfall des Schulsystems in der DR Kongo hat landesweit zu katastrophalen Zuständen im Bildungswesen geführt. Eltern sind verpflichtet, bei Eintritt in die Grundschule Schulgeld zu zahlen, können es aber nicht aufbringen. Darüber hinaus muss der Lehrer ihres Kindes entlohnt werden, der unregelmäßig offiziell 20 Dollar im Monat verdient. Etliche Schulen sind während des Bürgerkriegs zerstört worden.
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5. Die Einrichtungen
„Petite Flamme“ ist dort, wo die Not besonders groß ist. Oft gibt es weder fließend Wasser noch Strom. Es werden nur Kinder aufgenommen, die ohne diese Hilfe nie zur Schule gehen würden. Viele dieser bitterarmen Kinder weisen starke Ernährungsmängel auf. Im Falle einer Krankheit kommt oft jede Hilfe zu spät. Bei „Petite Flamme“ erhalten alle Kinder ein gutes Erziehungs- und Schulprogramm, sowie jeden Tag eine hoch-proteinhaltige Mahlzeit und regelmäßige ärztliche Betreuung. Sobald die Kinder in die weiterführende Schule kommen, werden sie von „Petite Flamme“ in einem Hort betreut. Wenn ein Kind kein Zuhause mehr hat, wird es in Familien vor Ort integriert
Insgesamt unterhält „Petite Flamme“:
- 9 Einrichtungen in Kinshasa (N’Dolo, Masina, Kimbanzeke, Mokali, Mikondo, Ndjili Brasserie, Bribano, Makala und Camp Tshatshi)
- 2 Einrichtungen in Kikwit,
- 1 in Idiofa,
- 1 in Lubumbashi
- 1 in Kisantu
mit
Vorschule (Kindergarten)
Grundschule,
Sonderschule für Kinder, die bisher keinen geregelten Schulbesuch hatten,
Blindenschule,
Schulklasse für taubstumme Kinder,
Berufsschule für Mädchen,
berufsausbildende Einrichtungen für Jungen.
Für ältere Kinder ohne Schulvorbildung, die aufgrund der Armut oder gesundheitlicher Probleme spät eingeschult worden sind, gibt es spezielle Lehrer.
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6. Zur Blindenschule
Vor etwa 9 Jahren ist der heutige Blindenlehrer von Petite Flamme auf die Suche nach blinden Kindern gegangen, die von ihren Familien in den Häusern versteckt werden. Behinderung wird in Afrika oft als eine Schande oder „Fluch“ erlebt. Daher ist Blindenschulung ein aufwendiges Unternehmen, auch weil jedes Kind täglich zur Schule begleitet und abgeholt werden muss. Mehrere Kinder sind zudem mehrfach behindert oder verhaltensauffällig. Die älteren Jungen und Mädchen erlernen neben der normalen Schulbildung Handwerke wie Schuster, Frisöse u.ä., die es ihnen ermöglichen, mit Hilfe der Lehrer ein Taschengeld zu verdienen. Da alle sehr musikalisch sind, haben sie sich in der Musikhochschule eingeschrieben.
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7. Zur Taubstummenklasse
Ein Lehrer der Schule in Masina mit Spezialausbildung hat sich bereit erklärt, jeden Nachmittag nach seinem regulären Unterricht, die taubstummen Kinder von „Petite Flamme Mokali“ zu unterrichten. Zudem erlernen alle Lehrer in „Petite Flamme Mokali“ die Gebärdensprache, was die Eingliederung der Kinder in den normalen Schulalltag erleichtert.
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8. Zur Berufschulklasse der Mädchen
In der Klasse der Näherinnen werden alle Schuluniformen, die die Kinder tragen hergestellt!
Darüber hinaus fertigen sie wunderschöne Kinderkleidchen, die sie verkaufen. So finanzieren sie sich zum Teil selbst. Das heißt, sie verdienen sich ein „Minigehalt“, auf das sie sehr stolz sind und das ihnen Respekt und Achtung in der eigenen Familie einbringt!
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9. „Moyi mwa ntongo” (= Morgenröte)
Im Krankenhaus „Centre de Santé“, „Moyi Mwa Ntongo" werden alle Kinder von einer Kinderärztin betreut.
Die EUFOR-Ärzte haben 2006 hunderte der Kinder gründlich und kostenlos vor Ort untersucht. Sie waren sehr zufrieden mit dem Gesundheitszustand der Kinder, die bereits länger im Projekt betreut werden, aber „entsetzt“ über den Zustand der neu einzuschulenden Kinder. So waren alle Kinder, als wir sie aufnahmen.
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10. Patenschaften
Petite Flamme und natürlich die Familien der Kinder sind außerordentlich glücklich und sehr dankbar für Patenschaften! Patenschaften kosten 20 € im Monat. Das beinhaltet für das Kind: Schulbildung, Gesundheitsversorgung, eine hoch proteinhaltige, warme Mahlzeit am Tag, sowie Schuluniform.
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11. Spenden
Geldspenden (als zweckgebundene Spende)
Schuluniform für 6 -12 Jährige: 5,20 US $
Schuluniform für 13-18 Jährige: 6,70 US $
Sandalen: 3-5 US $
Turnschuhe: 10 US $
Moskitonetze ca. 5-8US $
Wasseraufbereitungsgeräte ca. 50 US $
Bücher, Stifte, Hefte usw.: ca. 30 US $ pro Kind pro Jahr
Schulgeld für die Lagerschule: ca. 100 US $ für die124 Kinder
Projekte
· „Sport4peace“ Ausrüstung (Sportkleidung)
· „Theater4peace“ Ausrüstung eines Puppentheaters
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12. Sicherheit
Jeder Cent der Patenschaft, der auf das u.a. Konto eingezahlt wird, steht den Kindern -ohne Abzüge- zur Verfügung.
Über die Fokolar-Bewegung in Solingen können Spenden für Petite Flamme weitergeleitet werden. Die beiden Vereinsvorsitzenden sind Frau Dr. Friederike Koller und Herr Peter Forst. Benötigte Spendenquittungen können nach Überweisung auf das angegebene Spendenkonto angefordert werden.
Im Kongo sind verantwortlich: Dada Diambu.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
www.fokolar-bewegung.de (deutschsprachige Webseite)
www.focolare.org (italienisch, englisch, französisch, spanisch)
Kontoverbindung für Spenden und Patenschaften:
Fokolar-Bewegung e.V.
"Kultur des Gebens"
Kto. 15155402
DKM Münster
BLZ 400 602 65
Vermerk:
"Petite Flamme" RD Congo
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13. Kontakt
Die Mitarbeiter des Projekts versenden an die Paten zweimal pro Jahr einen Bericht über das Projekt und persönliche Nachrichten aus dem Leben des Patenkindes.
Bei allen Fragen können Sie sich auch an uns wenden. Wir stehen mit Frau Edeltraud Strugholtz und Frau Anz Plancke im ständigem Kontakt:
Julie Müller und Henning Bess in Potsdam
e-mail: Petite-Flamme@web.de
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